Zukunftsfeld Life Science

Medizinische Innovationen gemeinsam gestalten: Wenn aus Visionen additive Wirklichkeit wird.

Die Medizintechnik ist ein stetig wachsendes und zugleich anspruchsvolles Gebiet für Innovationen und deren Anwendung. Gerade die Additive Fertigung (AM) und künstliche Intelligenz (KI) haben gezeigt, dass sie wichtige Bausteine in der modernen, patientenindividuellen Versorgung sind. Das Zukunftsfeld Life Science forscht auf beiden Kompetenzfeldern und unterstützt schon heute aktiv Unternehmen, Krankenhäuser und Mediziner bei der Umsetzung und Implementierung des neuen medizinischen Workflows.

Zusammen mit Ärzten des Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) entwickeln wir in unseren interdisziplinären Teams ausschließlich bedarfsgerechte Lösungen für eine individuelle und optimierte Patientenversorgung sowohl invivo als auch exvivio.

Im Fokus steht dabei die Implementierung der additiven Technologien im kompletten Life Science Umfeld sowie eine ganzheitliche Einbindung in den entsprechenden Workflow.

Wir freuen uns, Ihnen für Ihre Herausforderung aus den Bereichen der Medizintechnik, Pharmazie oder Biotechnologie, eine maßgeschneiderte additive Lösung anzubieten.

Unsere Schwerpunkte

Medizinische Prozessintegration

Zusammen mit UKE arbeiten wir daran, den medizinischen Workflow durch additive Fertigungstechnologien und KI zu optimieren und in den klinischen Alltag zu integrieren. So können Rekonstruktionen und Implantate auf der Basis mittels KI präzise geplant und im Anschluss additiv hergestellt werden. Ein weiterer Baustein in diesem Kontext ist die Qualifizierung und Zertifizierung von Prozessen und Produkten im Einklang mit den Anforderungen der neuen MDR.

Implantate mittels KI und AM

Für unsere bereits implementierte Prozesskette dienen uns medizinische Bilddaten als Grundlage, aus denen mittels KI und additiver Fertigung ein patientenindividuelles Medizinprodukt, wie beispielsweise ein Implantat, entsteht.

Hierfür entwickeln wir Softwarelösungen, die mit Hilfe von KI aus Schichtdaten die patientenindividuelle Anatomie rekonstruieren und in druckfähige CAD-Modelle umwandeln.

Qualifizierung & Zertifizierung

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt unseres Zukunftsfeldes besteht in der Ausarbeitung von ganzheitlichen und visionären Konzepten für den Bereich Life Science.

Hierzu bieten wir Ihnen Unterstützung bei der Qualifizierung und Zertifizierung von Prozessen, Werkstoffen und Produkten an, stets im Einklang mit den Anforderungen der aktuellen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR).

Werkzeuge & Anschauungsmodelle

Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung medizinischer Werkzeuge und Anschauungsmodelle. Diese ermöglichen eine detaillierte präoperative Planung sowie intraoperative Visualisierung. Unsere Infrastruktur ermöglicht es, die geeignete additive Technologie auszuwählen und den optimalen Fertigungsprozess für Prototypen oder Serien einzustellen. Diese können wir aus metallischen Werkstoffen, Kunststoffpulvern sowie aus Harzen und Silikonen herstellen.

Weitere Schwerpunkte

  • Orthopädie
  • Wundtherapie
  • mobile medizinische Versorgung
  • Orthesen

Aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse

 

DigiMed

Die rekonstruktive Chirurgie im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich kommt häufig im Kontext von Tumorerkrankungen oder Unfällen zum Einsatz.  

Zusammen mit dem UKE und der HSU haben wir im Projekt DigiMed ein MDR-konformes Konzept zur Herstellung von patientenspezifischen Orbitabodenimplantaten entwickelt, die mittels KI erzeugt und aus Titan additiv hergestellt werden.

 

FingerKIt

Die Remobilisierung von Fingergelenken, die durch Erkrankungen oder Verletzungen beeinträchtigt sind, ist ein Zukunftsmarkt der bedarfsgerechten Versorgung von Patientinnen und Patienten. Das Konsortium »FingerKIt«, in dem sich fünf Fraunhofer-Institute zusammengeschlossen haben, entwickelt KI-erstellte, individualisierte Gelenksimplantate aus dem 3D-Drucker, um die filigranen Fingerteile wenn nötig zu ersetzen.